Wolfgang Sleska
Hauptstr. 67
74321 Bietigheim - Bissingen
Mo 14.30-18.00 Uhr Di-Fr 9.00-12.30 u. 14.30-18.00 Uhr
Sa 9.00-12.30 Uhr
Tel: 07142-4 45 87
Fax: 07142-4 52 07
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Sleska, junggeblieben und schon hundertsiebzehn!

Wolfgang Sleska im Eingang zu seinem Geschäft
Unter dieses Motto stellt Buchbindermeister Wolfgang Sleska das Jubiläumsjahr 2016-2017. Am 15. November 1899 begann der aus Stuttgart kommende Friedrich Krämer im ehemaligen Beginenhaus, heute Hauptstr. 66 „einem verehrlichen Publikum seine Dienste als Buchbinder anzubieten und um geneigtes Wohlwollen zu bitten.“ Schon im Jahre 1900 zog er mit seiner Werkstatt um in den wahrscheinlich ältesten Teil des Hornmoldhauses, heute das Gärtle. Dort entwickelte sich das Geschäft zu einer Bietigheimer Institution. Hunderte von Schülern der Lateinschule kauften hier ihre Schulhefte, Stifte und Tinte. Auch nachdem 1955 sein Sohn Erich Krämer die Werkstatt übernahm, blieb sie beliebter Dreh- und Angelpunkt für die alltäglichen Sorgen und Nöte der Schüler. 1959 zog man um in das neu gebaute Geschäft Hauptstr. 67. Das seitherige Gebäude wurde 1977 abgerissen. Erich Krämer hatte ständig ca. 250  verschiedene Bilderrahmenleisten am Lager und rahmte unter anderem für Fritz Melis, Paul Reichle und Karlheinz Groß. Viel zu früh verstarb er 1983. Seine Frau Elfriede führte das Geschäft mit Tochter und Schwiegersohn weiter, bis am 1. Juli 1986 - aus Esslingen kommend - Wolfgang Sleska, Buchbindermeister und Bildereinrahmer, die Werkstätte übernahm und seither unter seinem Namen weiterführt.

Seine  Ausbildung (1. Landessieger und 3. Bundessieger im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend 1975), seine breit gefächerte Berufserfahrung in Industrie und Spezialwerkstätten im In- und Ausland (Kunsthaus Schaller in Stuttgart, Buchbinderei Burkhardt in Zürich, Restaurierschule in Ascona) stellt er seinen Kunden aus Nah und Fern für ihre vielfältigen Aufträge zur Verfügung. Sleska hatte 1981 in Stuttgart mit sehr gutem Erfolg seine Meisterprüfung im Buchbinderhandwerk abgelegt und 1987 den Betriebswirt des Handwerks draufgesetzt. Das 1959 eingerichtete Ladengeschäft hatte einen Umbau dringend nötig. So wurde 1989 Platz geschaffen für einen Teil der über 1000 Leistenmuster an 10 Schiebewänden, neue Arbeitstische und Präsentationsmöbel angeschafft. Rechtzeitig zum Stadtfest mit historischem Markt - Sleska beteiligte sich mit einer lebenden Werkstatt und den Papiermachern aus Darmstadt - war alles fertig. Heute noch, 20 Jahre später, sprechen ihn Besucher der Stadt auf sie an. Bei Sleska haben 8 Auszubildende seit 1986 die Prüfung im Buchbinderhandwerk mit der Note 1 oder 2 bestanden. Die 1. ist jetzt diplomierte Restauratorin und betreute in Weimar die Sammlungen Goethes. Besondere Herausforderungen der letzten Jahre waren einen Indianerhäuptlingskopfschmuck gut gerahmt an die Wand zu bringen, viele in den letzten Jahrzehnten gerahmte Originale von ihren sauren Untergründen und Passepartouts zu befreien, einen chinesischen Hochzeitsumhang aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts einzurahmen. Fürs Fernsehen stattete Sleska die Buchbinderwerkstatt aus, betreute die Dreharbeiten zur Pfarrerin Lenau und liefert Bilder und Bücher, um historische Szenen stilgerecht drehen zu können. 2007 zu Gotthilf Fischers 80. Geburtstag baute Wolfgang Sleska die  komplizierte Verpackung für das Geburtstagsgeschenk des SWR – eine Buchkassette für 2 unterschiedlich große Bücher. Viele neue Erfahrungen brachte das Eishockeyspielertrikot, das zusammen mit dem Fanschal einzurahmen war - eine Herausforderung.

Die 1. Preisträgerin des 1. Linolschnittwettbewerbes der Stadt Bietigheim-Bissingen Martina Geist schnitt  ihr preisgekröntes Werk aus den alten, mit Linoleum beschichteten Arbeitsplatten von Erich Krämer. Seit Jahrzehnten begleitet die zeitgenössische Kunst den Weg von Wolfgang Sleska. Die  Beschäftigung mit den Leistungen der Alten und den Erzeugnissen der Moderne stellten ihm die Aufgabe, sich ständig weiterzubilden und neue Arbeitstechniken einzuführen. Sein wichtigstes Anliegen ist schon immer die absolute Übereinstimmung von Bild und Rahmen. Um diesem Anspruch zu genügen, greift er auf das Angebot der führenden deutschen und schweizerischen Leistenhersteller zurück und setzt von rohen Holzleisten über Wechselrahmen und Aluleisten bis zum Echtgold- und Barockrahmen alles ein, was dem jeweiligen Bild gerecht ist. Immer öfter färbt er die Rahmen selber. Die sind dann über Eck gearbeitet, ohne sichtbare Gehrung.

Seit 1998 stellt Sleska Steinrahmen her – zermahlene Steine mit Bindemitteln als Oberfläche auf einem Holzrahmen, geschliffen und getönt.. Diesen Steinrahmen haftet etwas zeitlos Beständiges, Ewiges an. Danach erlernte er die Edelmetallrahmentechnik - Edelmetalloberflächen (Silber, Gold, Wismut) auf farbigem Poliment mit Achaten poliert. Für ganz individuelle Einrahmungen.. Im Mai 2001 wurde Wolfgang Sleska in den Designerkreis Rahmenkunst e.V. aufgenommen und erhielt für seine Bewerbungseinrahmungen gleich die Goldmedaille. Das war die Voraussetzung dafür, die Kollektion FreskoPatina erlernen zu können. In ihr sind Edelmetallrahmen- und Steinpatinatechnik vereint.  Eine breite Palette an Profilen, Profilkombinationen, Oberflächentönen, verschiedenen Edelmetallen und deren farbliche Abtönung sowie neue Materialien erweiterten auf einen Schlag die Einrahmungsmöglichkeiten enorm. Sie erst machten die Entwicklung der „Nizza-Fassaden-Rahmen“ um die Kunstdrucke von Karlheinz Groß möglich.

14 Goldmedaillen erhielt der Meister seither auf den jährlichen Treffen des Designerkreises Rahmenkunst für seine „perfekten Einrahmungen und subtilen Tönungen“ (Zitat Dieter Laske, Begründer des Designerkreis Rahmenkunst)

Wolfgang Sleska und seine Frau Brigitte erzielten 2002 auf der Internationalen Frankfurter Messe Ambiente den 2. Platz beim Schaufensterdekorationswettbewerb des Kunsthandels als beste deutsche Teilnehmer.

Die Steindrucke von Dieter Kränzlein und die Kunst von Roland Bentz auf Bhutan-Papier kommen in den FreskoPatina- Stein- und Edelmetallrahmenvariationen außerordentlich wirkungsvoll zur Geltung. Ehrenurkunde der Handwerkskammer

Der Kundenkreis hat sich erweitert. Aus Graz, Hamburg, München, Paris und Wien kommen Kunden und auch in Bhutan, der Schweiz und den USA hängen von Sleska gerahmte Bilder.

Wolfgang und Brigitte Sleska danken ihren Kunden für das langjährige Vertrauen und bitten darum auch für die Zukunft, und um weiterhin regen Zuspruch und Wertschätzung, getreu nach dem Motto: “Sleska - für die tägliche Freude-Rendite an Bild und Rahmen.“

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